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Gladbeck:
Die WAZ schrieb  am 15. Mai 2001:
"Drei von 29 Schulen sind PCB-belastet."
"Insgesamt sind die Werte nicht dramatisch"

Was versteht man unter: "nicht dramatisch"?

Betrachten wir einmal die MAK- werte- Liste:
(MAK = Maximale Arbeitsplatz Konzentration)
In dieser Liste sind die Schadstoffe aufgeführt, in welchen Konzentrationen sie in der Raumluft enthalten sein dürfen.
Als Höchstkonzentration wird also, nach meiner Meinung, ein relativ beliebiger Wert genommen.
"Ein" Schadstoff wurde mit einem "Unbedenklichkeitsgrenzwert" versehen, obwohl merkwürdiger weise schon von diesem im letzten Krieg die gefährliche und krebserregende Wirkung bekannt war.
Hierbei muss unterstrichen werden, dass es sich immer um einzelne Schadstoffe handelte.
Bis heute ist kein " Professor" in der Lage, mit Bestimmtheit zu sagen, was passiert, wenn mehr als ein Stoff auf den menschlichen oder weit empfindlicheren kindlichen Organismus einwirkt und in wie weit sie sich in ihrer Toxizität (Giftigkeit) multiplizieren.
Unsere Kinder sind ein wissenschaftlicher Versuchsballon, mit ungewissem Ausgang. (Wenn man die Kliniken betrachtet und sieht, was es für Krankheiten bei Kleinkindern gibt, "Krebs, Allergien in verschiedenen Formen, Blutkrankheiten usw. ist der Ausgang nur, in seiner auf uns zukommenden Größe unbekannt) 
( In der WAZ: "Insgesamt sind die Werte nicht dramatisch".)
Wenn wir uns jetzt vor Augen führen, was auf den weit empfindlicheren kindlichen Organismus, als der des Erwachsenen, täglich einwirkt, dürfte es eigentlich keine Frage sein, was zu tun ist! 
Aber anstatt zu handeln, baut man in Gladbeck und auch anderswo lieber eine Straße um oder einen neuen Kreisverkehr u.s.w.. 
www.nur-kinder.de

Hier ein paar interessante Links zu diesem Thema. 
Wird erweitert, für weitere Hinweise bin ich dankbar!
Franz-Josef Heinrichs

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             PCB-Elterninitiative-Duisburg.de
         PCB-Richtlinie NRW
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            www.wuerzburg.de/dguht-homepage/
            http://home.t-online.de/home/093193627/haupt.htm#start
 
 
 
       SHG Chemikalien- und                 Holzschutzmittelgeschädigte-PCB
 http://home.t-online.de/home/bruno.hennek
 http://www.wuerzburg.de/shg-chemholz


 
PCB`s an Schulen
 
Gefahr für Schüler und Lehrer


PCB-Belastungen an Schulen machen immer wieder Schlagzeilen. Eine ZDF-Recherche erbrachte, dass ungefähr 15 000 deutsche Schulen, also ca. 1/3, PCB-belastet sind. Es handelt sich dabei um Gebäude, die zwischen 1960 und 1975 erbaut wurden. 

PCB ist eine synthetische Chemikalie, die aus 209 Einzelverbindungen besteht. PCB`s gehören zu den sog. „Dauergiften“ die sich in der Nahrungskette anreichern und inzwischen weltweit verbreitet sind. In öffentlichen Gebäuden wurden sie vor allem als Weichmacher in Dichtmassen oder als Flammschutzmittel eingesetzt. PCB`s gelten als immunschädigende, neurotoxische, den Hormonhaushalt angreifende und auch krebserregende Substanz. Nach der hessischen PCB- Richtlinie gelten PCB-Werte bis 300ng/cm3 als tolerabel, bei Werten zwischen 300 und 3000 ng/cm3 sind Sanierungsmassnahmen innerhalb von 2 Jahren notwendig, bei einer Konzentration von mehr als 3000 ng/cm3 sollen Räume schlossen werden. Viele Schulen sind aber bis heute nicht untersucht. 

Dabei sind die gesundheitlichen Auswirkungen längst enorm. Beispiele belasteter Schulen wie die Friedrich-Ebert-Schule in Baunatal, die Gesamtschule Neutraubling oder die Gesamtschule Rodenkirchen zeigen eine hohe Krebshäufigkeit und viele Todesfälle bei Lehrern. Eine GEW-Umfrage an 78 Wiesbadener Schulen erbrachte einen eindeutigen Zusammenhang von Krankheitshäufungen und PCB-Belastungen in Schulen. 

Noch schlimmer sind natürlich die Auswirkungen auf Kinder, die auf Schadstoffe viel empfindlicher reagieren. Untersuchungen zeigen, dass es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Lern- und Verhaltensstörungen – die Meldungen darüber häufen sich – und PCB-Belastungen gibt. 

Die Jacobsen-Jacobsen Studie (USA 1984) erbrachte den Beweis, dass PCB-Belastungen im Mutterleib (pränatal) Auswirkungen auf die Auffassungsgabe und die Gedächtniskapazität, auf  Hör- und Sprachentwicklung bis zum 11. Lebensjahr haben.

Die holländische Studie von Panatin u. a. zeigte einen deutlichen Zusammenhang zwischen perinataler PCB-Belastung (nach der Geburt durch Muttermilch) und Entwicklung des neurovegetativen Systems verbunden mit Verhaltensstörungen. 

Die Eltern der jetzigen Schülergeneration besuchten damals die PCB-belasteten Neubauten. Die dadurch vorgeschädigten Kinder besuchen heute immer noch belastete Schulgebäude und reagieren somit auf die Schadstoffe umso heftiger. 

Da PCB`s (nach Dr. Kuklinski) die Synthese von Nervenbotenstoffen hemmen, ist u.a. beim Besuch dieser Schulen die Motorik und das lymbische System (Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit, der Konzentrationsfähigkeit...) betroffen. Die unmittelbare Einwirkung der PCB`s bei Einatmung zeigt eine Untersuchung von Apfelbach 1998; der Nachweis, dass PCB`s über den Riechnerv aufgenommen und im Gehirn angereichert und gespeichert werden.

PCB-belastete Schulen sorgen somit für ein SSS-Syndrom – „Sick-School-Syndrom“- bei Schülern und Lehrern mit gravierenden Auswirkungen auf die Gesundheit, aber auch auf die geistigen Fähigkeiten. Es darf dabei nicht vergessen werden, dass neben den PCB`s noch viele weitere Schadstoffe (Formaldehyd, PCP, Phtalate, Mineralfasern,...) für die chronisch-schleichende Gefährdung von Schülern und Lehrern verantwortlich sind. 

Kinder sind die Zukunft unseres Landes. Nur gesunde und leistungsfähige Kinder (und Lehrer) können diese Zukunft sichern. Der immer wieder beschworene Weg in die sog. „Wissensgesellschaft “ erfordert vor allem gesunde Bildungseinrichtungen, um überhaupt die  Voraussetzungen dafür zu schaffen. Das vorhandene Problem weiterhin zu verharmlosen  oder zu negieren ist unverantwortlich!

  

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Stand:03. November 2001